Pressebericht "Reutlinger-General-Anzeiger"

vom 20. September 2021

 

Hunderte Besucher beim »Kunst und Kreatives«-Markt in Eningen


Der Markt »Kunst und Kreatives« lockte Hunderte von Besuchern nach Eningen.

Von Gabriele Böhm 20.09.2021


Eine bunte Vielfalt an schönen Dingen gab es für die Besucher zu entdecken. Foto: Gabriele Böhm


ENINGEN. Flanieren, stöbern, staunen, genießen: Der Markt »Kunst und Kreatives«, der am Samstag auf dem Gelände der Baumschule Rall, in der Sulzwiesenstraße und auf dem Spitalplatz stattfand, ließ keine Wünsche offen. Hunderte Besucher ließen sich bei bestem Wetter von den mehr als 60 Ausstellern und dem kulturellen Angebot locken. Die Initiatoren Evelyn und Arnold Hay haben Wert auf Vielfalt gelegt.

»Die Leute denken an den Winter und kaufen schon Stirnbänder und Gefüttertes«, sagte Kerstin Klever, die Kinderkleidung anbot. Sehr begehrt sei aktuell auch Kleidung aus weichem Waffelpique. Bewundert wurden die vielen Deko-Objekte und praktischen Dinge aus Patchwork und Filzkunst.

Passen musste Franziska Nedele bei der Frage eines Jungen, ob sie auch Stoffhunde im Angebot habe. Doch kein Problem, Mutter und Sohn versprachen, bald die Hundeauswahl im Atelier Trespetit im Reutlinger Wendler-Areal zu besuchen. Gern wurden auch schon Weihnachtsgeschenke eingekauft. Dass »Wenge« nicht nur ein Gebiet in Eningen, sondern auch ein afrikanisches Holz ist, erfuhren die Marktbesucher am Stand des Holzstübles Meidelstetten. Dort bot Martin Knapp handgedrechselte Schreibgeräte aus rund 60 Hölzern an, aber auch »Räuchermännle« aus dem Erzgebirge: Motorräder, die aromatisch aus dem Auspuff dampfen.


Anjela Schieron häkelt mit dem Besenstiel. Foto: Gabriele Böhm

 

»Brauchscht feschtes Hundeschampoo?«, fragte eine Besucherin lachend ihre Freundin. Das und viele herrlich duftende Seifen gab es am Stand des Lagerhauses Dapfen. Weiter ging's mit Kunst auf Steinen und Schachteln, Schmuck, großformatigen Tiergemälden und buntem Holzspielzeug. Heide Eppler hatte alles für den Garten aus haltbarem Edelstahl.

Ballonkünstler Alexander Schwarz bastelte unermüdlich Tiere für die Kinder. Ein Huhn, ein Pferd, ein Einhorn und noch einen Stall dafür: »Ob ich das hinkriege, weiß ich nicht.« Schaffte er aber.


Altes Handwerk

Mittendrin war eine kleine Bühne aufgebaut, auf der Adelinde Bohn und Vocal Friends Musicalmelodien sangen, das Kamishibai-Theater um Martina Weber mit Papierfiguren Geschichten erzählte und Dieter Krug eine Gitarren-Session gab. »Schwäbische Gschichda« zum Schmunzeln gab’s mit »Marktweib« Sandra Linsenmayer. Nebenan präsentierte die Kulturstiftung Eningen ihre Projekte und warb um Zustifter. Kulturmanagerin Ramona Mathes und das Ehepaar Hermann und Helga Walz brachten den Besuchern die Schaffens-Vielfalt der Eninger Künstler nahe.

Auf dem Spitalplatz wurde altes Handwerk in Form von Körben und Seilen ausgestellt. Eine Dame schnupperte genussvoll an den Sisalrollen und schwärmte: »Da bin ich daheim!« Aussteller Karl Emhart erzählte sie von ihrem Vater, der früher selbst Seile hergestellt habe. Mineralien, verarbeitet zu Kugeln und Brunnen, kamen ebenso an wie Lederwaren, Kuschelboleros oder herrlich glatte Holzschalen der Drechselkunst von Andrea und Fritz Trogus aus Bodelshausen. Evelyn Hay war mit Bildkunst vor Ort, Arnold Hay mit Outdoorkerzen, in denen sich auch Kerzenreste verwerten lassen. Feines handgefertigtes Porzellan von Renate Bayha wurde bewundert. Handarbeitsfans kamen ins Staunen bei Anjela Schieron, die die uralteTechnik des Häkelns mit dem Besenstiel zeigte: Schöne Pfauenmuster entstanden dabei.


Gegen den Hunger halfen Grillwürstchen. »Wir sind ein eingespieltes Team«, sagte Melanie Seibold vom TSV Eningen. Verkauft wurden rund 400 Rote, 100 Bratwürste und »Pommes in Dauerschleife«. Der Erlös kommt der TSV Fußballabteilung zugute. Für den guten Zweck warb auch der Förderverein »Mut. Hilfe. Hoffnung.« für krebskranke Kinder in Tübingen mit einer Tombola.

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